Raus aus der Sparbuchfalle

Spätestens seit dem historischen 22.1.2015, mit der Verkündung des Wertpapier- und Staatsanleihen-Ankauf durch die EZB ist klar, dass aus der lang anhaltenden Niedrigzinsphase eine dauerhafte werden könnte. Sparer und Sicherheitsdenker, mit einem geschätzten Vermögen von 5,2 Billionen Euro stehen vor der wichtigen Frage: Wohin mit dem Geld?
Die Anlage auf dem Sparbuch, deren magere Verzinsung auch noch mit Steuern belastetet wird, lässt nicht einmal einen Werterhalt des Geldes zu. Klassische Versicherungspolicen mit Garantieverzinsung sind aufgrund mangelnder Rentabilität auch nicht die beste Lösung. Sicherheit, Flexibilität und Verfügbarkeit stehen oben auf der Liste der Anforderungen an Anlageprodukte – gefolgt von der einfachen Vermögensübertragung im Todesfall.
Diese Anforderungen, mitten im Dilemma von Mikrozins und regulatorischen Eingriffen, stellen die Versicherungsbranche vor die Herausforderung den Spagat zwischen Sicherheit und Rendite zu bewerkstelligen. Unter Hochdruck konzipiert die Finanzwelt Produktangebote, die den Bedürfnissen gerecht werden sollen und die bekannten Vorzüge einer Versicherungslösung aufweisen: Keine Kapitalertragssteuerabführung erzielter Erträge in der Ansparphase, nur hälftiger Ertragsbesteuerung bei Auszahlung und einfacher Festlegung der Vererbbarkeit. Die Branche hat Innovationsgeist gezeigt und zukunftsorientierte Alternativen geschaffen:
1. Die Indexpolice, ein Modell welches sowohl mit Einmalbeiträgen sowie monatlichen Sparbeiträgen bedient werden kann. Der Anleger investiert in eine Vielzahl von Aktienindizies, beispielweise dem EuroStoxx 50 oder DAX, anstatt an einer klassischen Überschussbeteiligung zu partizipieren. Chance ohne Risiko, denn eingezahlte Beiträge sind dem Kunden zum Ablauf garantiert. Einmal gemachte Gewinne gehen nie verloren. Die Renditeerwartung bei dieser Anlageform ist angemessen, jedoch nicht mit klassischen Fondsanlagen zu vergleichen, da die Gewinne nach oben gedeckelt sind. Dies bildet den Ausgleich zu den ausgeschlossenen negativen Schwankungsverlusten.
2. Vermögensverwaltungen, ein Gegengewicht zu risikoreicheren Einzelfondspolicen und in der Vergangenheit nur wohlhabenden Kunden zugänglich, haben Ihre Türen für Monatssparer und kleinere Einmalanlagen geöffnet. Durch die Auswahl verschiedener Anlageformen, wie bspw. Sachwerte und Einzelaktien, ergibt sich eine Diversifizierung des Risikos. Kombiniert mit einer aktiven Verwaltung der Vermögenswerte bietet diese Anlageform eine gute Balance zwischen Sicherheit und Rendite. Der Anleger kann seine individuellen Wertevorstellungen einfließen lassen, zum Beispiel „grüne Anlagen“ oder ethische Konzepte.

Bei beiden Anlagekonzepten gilt – halten sie die Rentabilität im Auge und achten sie auf folgende Punkte:
Vermeiden sie Minipolicen: Jeder Vertrag beinhaltet Kosten. Kleinverträge werden mit diesen oft überproportional belastet.
Transparenz: Der neu eingeführte Ausweis der Effektivkosten ist nicht einheitlich geregelt. Orientieren Sie sich besser an Ablaufleistungen. Achten Sie auf die unterstellte Wertentwicklung und einheitliche Laufzeiten, damit Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Nutzen Sie staatliche Geldgeschenke: Rürup , Riester und betriebliche Altersvorsorge lassen sich auch in diesen neuen Produktkonzepten darstellen. Die staatliche Förderung ist ein echter Renditeturbo mit Insolvenzschutz.

Bei allen Fallstricken die es gibt, es lohnt sich die Mühe das neue Produktportfolio unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Sparbuch sind ihnen die realen Wertverluste bereits sicher!
Autor: Marie Christina Schröders | SaFiVe GmbH & Co. KG | Aschaffenburg
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